Soundscape Shqiperia
Klangreise durch Albanien
     
     

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Feldaufnahmen bei Ausgrabungen in der Nähe von Girokaster


Kleines AB-System mit MKH 20, 40 oder 60 je nach Anforderung


Mittelgroßes AB-System etwas erhöht bei Meeresatmo, Schafherde im Hintergrund


Spionage-Tasche mit SoundDevices 744T und
2 MKH 40 als Mini-AB


Spionage-Tasche "ohne Deckung", sichtbar der Windkorb


OKM-System an MD-Recorder


In den nordalbanischen Alpen: Der erste Take mit absoluter Stille - nix zu hören!


Bei Tonaufnahmen von Frauengesängen während einer Hochzeit im Norden Albaniens


Über den Wolken mit festem Boden unter den Füßen

 

Bemerkungen zu den Tonaufnahmen

Wir hatten drei Setups im Einsatz, die für verschiedenartige Situationen konzipiert waren.

Das Haupt-Setup bestand aus dem digitalen 4-Spur-Recorder Sounddevices 744t, Mixer Sounddevices 442 und Sennheiser-Mikrofonen je nach Anforderung als Kugel, Niere, Superniere oder Keule je als AB-Stereo-Anordnung entweder im Abstand von 50 cm (auf der Traverse) aber auch im Abstand bis zu 4 Metern für größere Panoramen. Je nach Anforderung zzgl. Windkorb und Windfell. Für einige Musikaufnahmen nutzten wir zwei weitere Mikrofone als Stützen.

Als Setup für versteckte Aufnahmen hatten wir eine von außen unscheinbare Umhängetasche konstruiert, bestückt mit einem SD 744T und zwei Sennheiser MKH 40 (Niere) in geringem Abstand (5 cm). An einer Längsseite war die Tasche aufgeschnitten und mit einem Windschutz (die kleine Kappe des Sennheiser-Windkorbs) versehen, worüber wiederum als Sichtschutz ein leichtes Tuch in legerer Art gelegt war.

Das dritte Setup bestand aus einem Sony MD-Recorder und Soundman OKM-Mikrofonen. Dieses hielten wir ständig griffbereit für sehr spontane Aufnahmen beim Spaziergang durch die Stadt oder unauffällige Aufnahmen in Kunstkopfstreofonie. Der spezielle Vorteil war die Möglichkeit, nach etwas Übung in der Hosentasche quasi blind das Gerät ein- oder auszuschalten, während die Mikrofone in den Ohren wie Kopfhörer aussahen. Bei interessanten Szenen wie Marktatmosphären oder ähnlichem ermöglichte dies Aufnahmen, die mit sichtbarem Gerät unmöglich gewesen wären. Die Geräuschkulisse hätte sich sofort geändert (und das haben wir probiert), hätten die Menschen unsere Tätigkeit bemerkt. Auffällig genug waren wir eh als Deutsche / Mitteleuropäer.

Die "Spionage-Tasche", also Setup 2, war nicht immer praktikabel für versteckte Aufnahmen, da keine Fernbedienung des SD 744T möglich ist und somit das unauffällige Einschalten in einer Gesprächssituation oder ähnlichem nicht immer funktionierte. Die Stereoabbildung ist mittelmäßig, bedingt durch den Einbau in die Tasche, und es gibt eine Höhendämpfung sowie eine verstärkte Richtwirkung. Das System ist jedoch nicht so stabilitätsempfindlich was die Richtungsorientierung betrifft (Stichpunkt Kopfbewegungen). Wenn möglich, und für alle wichtigen Aufnahmen wie Musik etc. überhaupt, kam das zuerst beschriebene Setup an.