Soundscape Shqiperia
Klangreise durch Albanien
     
     

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Loder

 

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Lodёr

[Hörbeispiel Loder]
[Hörbeispiel Loder mit Surle]

 

Lodër ist einer der albanischen Namen für die große Trommel, die bei den Türken Davul heißt. Das albanische Wort hängt mit dem Verbum "lodroj", was soviel heißt wie "ich tanze", zusammen [Lambertz, Wörterbuch, S. 109], was den engen Kontakt des Trommelspiels mit dem Tanz bei den Albanern veranschaulicht. Die Lodër kommt in der Volksmusik häufiger bei den Gegen vor und ist zur Zeit des Ramadan-Festes im ganzen Land zu hören. Mit der Lodër wird zu dieser Zeit gewöhnlich an das letzte Mahl vor Sonnenaufgang erinnert.

Der Holzzylinder ist auf beiden Seiten entweder mit Ziegen-, Schafs- oder Eselsfell bespannt. Der Durchmesser beträgt 40-80 cm und ist prinzipiell größer als seine Tiefe von 20-60 cm. Beide Felle sind gegenseitig im Zickzack mit einer Leine festgezogen.
Die rechte Hand hält einen krummen Schlägel, der am Schlagende oftmals eine Verdickung aufweist. Diese dann keulenartige Wirkung verursacht einen sehr lauten und geräuschvollen Klang. Mit diesem Schlegel werden die Hauptschläge des Rhythmus, vor allem schwere Taktteile gespielt.

Die linke Hand hingegen schlägt mit einer dünnen Rute auf die andere Seite der Trommel, die Hand liegt ruhig und beweglich auf dem Trommelrand auf. Diese leichten und dünneren Schläge ermöglichen Trommelwirbel und auch mehrfache Vor- und Nachschläge der schweren Schläge. Der krachende Klang der Lodër wird in der Dichtkunst Albaniens oft mit dem Knall des Gewehrs assoziiert.